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Wir müssen reden

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

über drei Dinge soll man niemals reden, wenigstens dann nicht, wenn man sich noch nicht so gut kennt: Religion, Politik und Krankheit. Das rät ein Sprichwort. Bei diesen Themen kann man sich nämlich nur ins Fettnäpfchen setzen. Sie kennen uns, die SIEBEN:, aber schon seit 1996 und deshalb darf man vielleicht auch über „Tabu“-Themen reden.

 

Über Krankheiten schreiben wir regelmäßig. Das liegt daran, dass es seit vielen Jahren eine Patienten-Akademie in Alfeld gibt. Da dort alle möglichen Krankheiten zur Sprache kommen, wurde die auch schon alle in unserem Magazin vorgestellt.

 

Mit Religion ist das etwas anderes. Aber auch sie kommt immer mal wieder in Artikeln - insbesondere in unserem Terminkalender - vor. Dort wird regelmäßig auf Veranstaltungen hingewiesen, die in Kirchen stattfinden oder einen kirchlichen Hintergrund haben. Und oftmals hat auch gerade das Editorial etwa „moralisch Predigendes“ an sich.

 

Deshalb auch jetzt zur Politik. Darüber müssen wir einmal ernsthaft reden. Denn es geht um Schadensbegrenzung für die Demokratie. Nie hätten wir gedacht, dass sich in unserem Land etwas entwickelt, dass die Zeit auf 1933 zurückdrehen will. Die Stimmung ist nicht mehr zu übersehen.

 

´Sollen es doch mal Die versuchen, mal sehen, ob dann nicht die Etablierten die Zeichen der Zeit erkennen.` So dachte man 1933. Mit dieser Haltung kam ein Diktator an die Regierung und später an die alleinige Macht im Land.

 

Es geht uns hier nicht um Panikmache oder darum, um ein paar Zeilen reißerisch zu füllen. Sondern es breitet sich spätestens dann ein mulmiges Gefühl aus, wenn die „Sonntagsfrage“ die AfD vor den Sozialdemokraten einordnet.

 

„Die Ereignisse von 1933 bis 1945 hätten spätestens 1928 bekämpft werden müssen. Später war es zu spät“, hat Erich Kästner gesagt. Wiederholt sich die Geschichte? Hoffentlich nicht. Aber dann sollten die Demokraten nicht nur denken, sondern auch reden. Miteinander. Auch mit denen, die von der Nazi-Krankheit befallen sind und den Glauben an die Politik verloren haben.

 

Lesen schadet übrigens auch nicht. Viel Freude mit dieser Ausgabe wünscht

 

Viel Spaß beim Lesen – vielleicht mit Lesebrille – dieser Ausgabe wünscht

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